Heretic 2  
Kein richtiger Shooter, da in Behind-View, mit der Lizenzierten Quake2-Engine. Als Elf Corvorvus versucht man ein Heilmittel gegen eine Seuche zu finden. Schöne Ortschaften, viele (schön in Szene gesetzte) Zauber und zahlreiche Gegner sorgen für Abwechslung. Auch die Story vermag zu überzeugen. Die Grafik allgemein ist sehr hübsch, wenn man dem Fantasy-Ambiente etwas abgewinnen kann. Doch Shooterfans werden mit der Perspektive Probleme haben, außerdem ist das Spiel recht hüpf und sprunglastig (doch deshalb macht die Perspektive von hinten auch Sinn).
   

 

Trespasser  
Flugzeugabsturz inmitten des Jurassic Park. Man muß sich nun aus dieser Lage befreien. In vielen Bereichen ist Tresspasser sehr realistisch. Die meisten Objekte lassen sich benutzen und verändern, physikalisch sehr akkurat. Der Spielspaß ist jedoch gering. Die Dinosaurier sind dumm (mag realistisch sein, macht aber keinen sonderlichen Spaß) und eher selten, die Level allgemein langweilig. Die Grafik ist schlecht. In einigen Bereichen ist Tresspasser interessant, mehr aber auch nicht.
   

 

SIN  
Als John R. Blade kämpft man gegen die Böse Elexis. Unterstützt wird man über Funk von einem Hackerfreund. Auch hier wurde die Quake2-Engine verwendet und überarbeitet. Die Funksprüche zwischen Blade und JC sind immer wieder witzig, die Level Abwechslungsreich, der Banküberfall zu beginn ist gleich einer der besten. Die Gegner sind in der Hauptsache Menschen und Mutanten. Sin wartet immer wieder mit Überraschungen auf, hat jedoch auch einige Bugs, Updates besorgen, dann geht auch das laden der Level rascher. Mir hat Sin viel Spaß gemacht.
   

 

Dark Project - Der Meisterdieb  
Kein Shooter. Man schleicht als Dieb durch Villen und Dungeons und sackt an wertvollem ein, was man finden kann. An stärke den Wachen stets unterlegen, schießt man den Ahnungslosen mit dem Pfeil in den Rücken oder haut ihnen mit der Keule eins über. Looking Glass wieder einmal sehr innovativ! Die Grafik ist zwar schwach, doch die Atmosphäre ist stimmig (auch wenn die Verquickung von Mittelalter mit Industrialisierung seltsam anmutet) und das kauern im Schatten führt manches mal zu Adrenalinschüben. Der Schwierigkeitsgrad ist hoch und geduld ist angesagt, bei den Missionen. Verschiedenes hilft beim erfüllen der Aufträge: Moospfeile dämpfen die Schrittgeräusche, Wasserpfeile löschen die Fackeln und schaffen mehr der willkommenen Schatten, Seilpfeile können in Holzbalken geschossen werden und dienen zum erklimmen sonst unerreichbarer Stellen. Manches mal muß man sich überlegen, wie man weiter kommt. Die Level in den Häusern machen den meiste Spaß, die Dungeons, mit Ungeheuern, Geistern und Zombies vollgestopft sind zwar gruslig, doch für das Spiel wäre es nicht notwendig gewesen. Insgesamt: Sehr innovativ und spannend, doch auch frustreich und nur für geduldige Shooterspieler geeignet, die sich damit abfinden können, dass man hier nicht jeden Gegner ohne weiteres töten kann.
   

 

Turok 2 - Seeds Of Evil  
Wieder ist man als Indianer Turok unterwegs. Diesmal gilt es manches mal auch Kinder zu retten. Es gibt viele Waffen und gleich mehrere verfügen über einen Snipermode. Die Gegner unterscheiden sich nicht nur vom Aussehen, sondern auch von Verhalten und Schnelligkeit und man muß erst lernen, wie sie reagieren und man sie somit am besten töten kann. Die Animationen sind wieder brillant und auch die Grafik gefällt. Auch eine vernünftige Speicherfunktion wurde spendiert. Ein Kurzweiliger, wenn auch nicht brillanter Shooter.
   

 

Starsiege Tribes  
Eigentlich aus der Earthsiege-Reihe hervorgehendes Multiplayerspiel von Dynamix/Sierra (lange vor UT und Quake3). Hier kämpfen die Rassen jedoch in Ermangelung besserer Ausrüstung nicht mit Mechs, sondern in Kampfanzügen. Die Missionen spielen im freien und Aufgrund der Ausrüstung ist auch Fliegen möglich. Jede Ausrüstung hat verschiedene Vor- und Nachteile, leichte erlauben größere Wendigkeit und längere Flüge, als schwere, die dafür aber mehr aushalten. Auch verschiedene Fahrzeuge können benutzt werden, was auch aufgrund der größe der Areale notwendig ist. Feindliche Fahrzeuge und Gleiter können vernichtet und sogar übernommen werden. In Deutschland nicht erfolgreich, da zum Zeitpunkt des Erscheinens kaum eine Flatrate bezahlbar war. Taktik ist Erheblich, der schnellste und genauste Schütze kommt gegen ein gutes Team nicht an. Große Abwechslung durch automatische Geschütze, die die Basen bewachen, jedoch auch selbst gesteuert werden können. Ein Spieler kann als Commander Wegpunkte festlegen und Ziele auswählen. Wie in Counterstrike später aufgegriffen, Waffenkauf.
   

 

Requiem: Avenging Angel  
Als Engel wird man auf die Erde entsandt um den Engel Aaron zu finden. Man findet sich in einem totalitaristischen Staat wieder, in dem eine Untergrundorganisation gegen die Herrschaft kämpft. Man kann zwar sterben, auch wenn man ein Engel ist, hat dafür jedoch einige Fähigkeiten, so kann man begrenzt fliegen und sich heilen, sowie schneller laufen, wenn nötig. Die vielen Funktionen sollten vor Spielbeginn ersteinmal sinnvoll auf die Tastatur gelegt werden. Requiem ist nicht schlecht, aber richtig Motivationsschübe habe ich auch nicht bemerkt. Zu selten gibt es gelungene Ideen. Man fightet sich voran und auch die Hintergrundgeschichte mag selten wirklich zu überzeugen oder gar begeistern. Immer wieder trifft man in extra Level auf einen harten Zwischengegner. Gegen Ende nervt das Spiel immer mehr, wird unübersichtlicher.
   

 

Alien vs. Predator  
Hersteller: Fox Interactive / Rebellion Groß angekündigtes Spiel, das sowohl die Alien, als auch die Predator-Lizenz enthält. Man kann als Predator, Marine und Alien spielen (jeweils gänzlich unterschiedliche Level und trifft dabei auf die jeweils anderen Gegner. Als Predator kann man die verschiedenen aus dem Film bekannten Sichtmodi genießen, die Waffen benutzen und sich natürlich auch Tarnen. Besonders die Marine-Level sind cool. Der Schwierigkeitsgrad ist hoch und man kann nur selten Speichern, zwar jederzeit, aber beim ersten mal spielen weiß man nicht wie weit es bis zum Levelende noch ist. Insgesamt sind es leider zu wenig Level, einige kann man freispielen, muß dafür in den hohen Schwierigkeitsgraden die Level nochmals spielen L. Mit mehr Level und ohne die unnötigen Nervigkeiten hätte AvP ein Spitzenspiel werden könne, so ist es leider nur recht gut.
   

 

Redline  
Als Outsider kämpft man Ende des 21 Jahrhunderts gegen die Insider. Man kann verschiedene Fahrzeuge benutzen. Die Grafik ist schlicht, die Gegner eher dumm und man bleibt leicht mal hängen. Doch die Missionen sind gut und die Briefings Informativ und Stimmungsvoll. Teilweise ist das Spiel auch ganz witzig.
   

 

Unreal - Return to Na Pali  
Kaum entkommen, wird man an Bord eines Militärraumschiffes geholt, das nach Na Pali unterwegs ist, um dort einen abgestürzten Gleiter zu bergen. Da man sich auskennt, wird man auserkoren das zu erledigen. Einige Gegner kamen hinzu (wie kleine, in Horden auftretende Wesen, die aufgrund ihrer Schnelligkeit und Zahl durchaus gefährlich sind). Drei Waffen kamen hinzu und Munition findet man nun immer wieder in eigens dafür abgeworfenen Kisten. Die Missionen sind durchaus Spielbar, allerdings ist den Programmierern nichts neues eingefallen. Wer Unreal mochte, wird auch die Missions-CD mögen.
   

 

Kingpin - Life Of Crime  
Schwer verprügelt erwacht man in einem Hinterhof und macht sich auf, dem verantwortlichen Gangsterboß das Fürchten zu lehren. Zahlreiche Untermissionen gilt er zu erfüllen und ab und an einmal ein Gespräch führen. Meist jedoch muß man töten. Die Gewaltdarstellung war die bis zu dem Zeitpunkt weitreichendste. Gelegentlich kann man Helfer engagieren und ihnen einfache Befehle wie folge mir und bleib stehen geben. Die Level sind zu Beginn meist versifft, später gelangt man auch in noblere Gegenden. Kingpin vermochte in keinem Bereich etwas wirklich neues zu erschaffen, unterhielt aber ausgesprochen gut.
   

 

Unreal Tournament  
Noch vor Quake3, kam UT auf den Markt und war stärker als viele erwarteten. Besonders der neue Spielmodus Assault (man stürmt eine Festung oder entkommt aus dem Gefängnis - ist das getan, ist die andere Mannschaft dran) vermochte zu begeistern. Aber alle Level sind durchwegs gut gestaltet und Abwechslungsreich. Ein Turnier-Modus wurde implentiert, in dem man allein gegen Bots kämpft (in den Team-Modi bekommt man Bots zur Seite gestellt und kann ihnen Befehle erteilen), bis man nach Deathmatch, Last Man Standing, Dominon, Assault und 3 Ultra-Deatmatch Level auf den Endgegner trifft. Die gute Grafik und die Abwechslungsreichen Level, sowie die Intelligenten Bots machen schon im Einzelspieler eine Menge Spaß, aber besonders im Netzwerk mit eingespielten Teams, ist es ziemlich genial.
   

 

Skout Soft Enterprises/Modern Games
In Deutschland entwickelter 3d-Shooter. Ansprechende, wenn auch langsame Grafik. Ein nützliche und starke Drohne, bringt Abwechslung, wurde aber nicht ausgereizt. Die Level sind langweilig.
   

 

System Shock 2  
An Bord des intergalaktischen Forschungsraumschiffes "von Braun" erwacht man und findet sich allein wieder. Über Funk nimmt man Verbindung mit dem Spieler auf und man soll das Raumschiff erkunden. Man trifft auf zahlreiche Gegner, wie verschiedene Roboter, automatische Sicherheitseinrichtungen, Mutanten und einige Geister. Man bekommt manche Waffen (wenn auch nicht so viele wie im 1. Teil und auch die Drogen sind nicht mehr vorhanden. Dafür sammelt man Nanites und kybernetische Module, mit denen man sich an bestimmten Stellen upgraden kann. Der Schwierigkeitsgrad ist variable, was auch nötig ist, denn er zieht bald kräftig an. Die Story ist wieder Spannend und Abwechslungsreich, die Grafik nicht überwältigend aber brauchbar. Die Raumschiffe sind nun wesentlich detaillierter als noch beim Vorgänger. Manschaftsquartiere, Küchen, Büros, Freizeitareale, an alles wurde gedacht. Man kann System Shock 2 auch im Cooperativen Modus zu zweit durchspielen - eine in den letzten Jahren leider vernachlässigte Spielvariante im 3d-Shooter-Bereich. Am Ende erwartet den Spieler ein genialer Gag, den ich mir gern "ausführlicher" gewünscht hätte. Leider ist das Ende auf der Rickenbacker in einigen Aspekten nicht so sehr mein Fall und nervte teilweise. Insgesamt aber eines meiner Lieblingsspiele, wenn ich den 1ten Teil trotz der veralteten Grafik ähnlich gut finde, da er an Waffen, Tools und Drogen mehr Abwechslungs bot und vom Schwierigkeitsgrad austarierter war.
   

 

Codename Eagle Take2
Im Jahr 1917 geht die Gefahr von Russland aus, da der Zar ganz Europa unterjochen will. Man kann mit Flugzeugen fliegen und manch anderes Gefährt benutzen. Die Level sind nicht eben Spektakulär geraten, wenn auch das Befreien von Soldaten oder die Zerstörung von Brücken zu den Einsatzzielen gehören.