| DOOM | |
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Doom schlug wie eine Bombe ein. In den USA hatte es aufgrund des Erfolges von Wolfenstein 3d lange schon für Aufregung gesorgt, während in Deutschland die (damals noch eher spärliche) Fachpresse, eher nur wenige Previews herausgab, da der Vorgänger hier nur "Unter der Hand" für Furore hatte sorgen können. Für diejenigen, die den Vorgänger gespielt hatten und nur über ein 386er oder kleines 486er System verfügten, war das erste Anspielen ernüchternd. Im groben Pixelbrei der niedrigen Auflösung viel es Anfangs ein wenig schwer die Feinde auszumachen. Doch nach einiger Zeit hatte man sich daran gewöhnt und das Spiel ließ nicht mehr los. Zahlreiche Licht und Schatteneffekte machten Doom ungleich realistischer als Wolfenstein und die volltexturierte Umgebung war durchaus Abwechslungsreich geraten; was durch die zahlreichen Höhenstufen noch verstärkt wurde. Die Story (wenn sie auch vollkommen nebensächlich für das Spiel ist): Auf den Marsmonden Phobos und Deimos arbeiten Wissenschaftsteams an einem Teleportprojekt, mit dem man sich dann innerhalb eines Augenblicks von einer Stelle zu einer nächsten begeben kann. Die ersten Feldversuche gehen schief und nach kurzer Zeit bricht der Kontakt zu den Forschungsstationen ab. Ein Marinetrupp soll nach dem Rechten sehen - und wird aufgemischt. Schließlich ist es an dem Spieler, zunächst nur mit Schlagring und Pistole bewaffnet, für Ordnung zu sorgen. Neue Waffen, wie die Gatling, die Plasma-Cannon, die BFG (Big Fucking Gun) und der legenderen Pump-Action-Schrotflinte und die Kettensäge. Über Nullmodem konnte man sich damals schon damals billig zu zweit vergnügen. Man konnte DOOM gemeinsam meistern (und sich um die teils spärlichen Munition und Ausrüstungsgegenstände balgen) oder im Deathmatch seinen vielleicht Vormals noch guten Freund zum Wahnsinn treiben (oder sich treiben lassen). Aufgrund des freien Sourcecodes wurden rasch verschiedene Programme geschrieben, die sowohl das Konfigurieren für Mehrspieler-Duelle (besonders Netzwerk und Modem waren für manchen eine Hürde) als auch die Einbindung neuer Levels wesentlich vereinfachten. Unzählige Level erschienen. Zunächst häufig nur Variationen der bestehenden, dann von grund auf selbsterstellte Level und ganze Episoden, bis hin zu aufwendigen Modifikationen, mit neuen Grafiken, Sounds und Eigenschaften. Doom wurde damals in einer Shareware-Form vertrieben. Man konnte die erste von drei Episoden spielen und sollte dann das komplette Paket bei ID-Software bestellen. Doch rasch fand es auch den Weg in die Händlerregale und wurde herkömmlich verkauft. Dennoch ging Doom als das damals mit abstand meistkopierte Spiel in die Geschichte ein. Jeder sprach davon und fast jeder, der davon sprach, hatte es auch. Mit Doom erhielten PC-Spiele einen deutlich vermehrten Bekanntheitsgrad und gleichzeitig kamen sie auch in Verruf, als verrohend, brutal und dumm. Doom war sicher eher einfach gestrickt. Es gab keine knackigen Rätsel. Man musste Keykarten oder Totenköpfe finden, die Türen und Tore öffneten. Besondere Denkkünste waren nicht vonnöten. Doom sollte unterhalten. Spaß machen auf einfache, unkomplizierte Weise (soweit man nicht zartbesaitet war und die Figuren auf dem Bildschirm zwanghaft mit echten Menschen in Verbindung brachte) - und das gelang vollauf! |
| ZUSATZ ZU DOOM: AlienDoom | |
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Aufwendig gestaltete Total-Conversation zu Doom - und meiner Ansicht nach die beste. Aus dem Aliens Film entliehene Waffengeräusche und Rufe, sowie die gut gestalteten Aliengegner und Marinewaffen und Abwechslungsreichen Level, haben mir im Einzel, sowie im Coopmodus mit einem Freund extrem viel Spaß gemacht! |
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ZUSATZ ZU DOOM: Doomfight |
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Einfach gestrickt, aber Spaßig. Die erste Episode wurde verändert. Die Level gleichen sich sehr, doch ist das Absicht, um die Orientierung zu erleichtern. Der Name ist Programm. Hier geht es nicht um Puzzles, sondern lediglich um das Kämpfen, das abreagieren. Der erste Level ist vielleicht der beste, in einigen späteren wird die Sache teilweise ein wenig langweilig. Der Schwierigkeitsgrad ist beachtlich, doch Fair. Gute Spieler dürften keine Probleme haben ohne Cheats durchzukommen und auch schwächere werden Spaß haben sich im ersten Level abzureagieren. Die Metallica Musik sorgt für Extraspaß |
| Terminator Rampage | |
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Knapp ein Jahr nach Terminator 2029 schickte Bethesda Softworks den Spieler erneut gegen die Roboter in den Kampf. Diesmal hatte man es mit "Meta-Node" zutun, der in die Vergangenheit geschickt worden war, um die Cyberdyne-Labors früher zu übernehmen und den Sieg auf diese Weise über die Menscheit zu sichern. Das Geschehen spielt sich in den sehr weitläufigen Labors ab, in denen man nach den Bestandteilen einer Superwaffe suchen muß, mit deren Hilfe man Meta-Node zu vernichten hofft. Wieder kämpft man gegen Drohnen, Infiltratoren und andere Gegner. Die Grafik ist zwar volltexturiert, jedoch schwächer als bei Doom. Die Umgebung ist allgemein langweiliger und recht öde, was durch den Vollbildschirm auch nicht eben abgeschwächt wird. Nu wenige interessante Details oder Texturen sind erkennbar, Doom war da deutlich stärker. Man kann immerhin stets eine kleine Karte eingeblendet lassen und der Health-Status der Gegner, auf die man gerade angelegt hat, wird angezeigt, was es vereinfacht seine Chancen auszurechnen, soll man lieber fliehen oder schafft man ihn doch mit der Waffe, die man gerade hat? Terminator Rampage war deutlich teurer als Doom, verlangte höhere Hardwareanforderungen und blieb vom Spielspaß weit zur, vermochte sogar das alte Terminator 2029 nicht zu gefährden. Zwar durchaus Spielbar, doch in keiner Weise etwas besonderes |
| Blake Stone | |
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Basierend auf der Wolfenstein 3d -Engine entstand fast zwei Jahre nach dem Ursprungsspiel ein weiteres. Boden und Decken waren nun Texturiert. Höhenflächen gab es nicht, wenn auch Fahrstühle das zurückkehren in bereits gespielte Level ermöglichte. Neu hier waren das Personal, dass nicht immer feindlich gesinnt war, teilweise sogar mit Tips weiterhalf. So war das reine auf alles Ballern hier nicht mehr gültig. Ansonsten jedoch war das Spiel nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Die Grafik war veraltet und sah weit weniger realistisch aus, als die der aktuellen Konkurrenten Doom und Terminator Rampage. Ein damals gutes Spiel, dass aber in keiner Beziehung herauszustechen vermochte. |
| Operation Bodycount | |
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Wolfenstein ähnliche Grafik und eine haarsträubende Hintergrundstory. Terroristen haben das UNO-Gebäude in ihre Gewalt gebracht und nun hat man die Aufgabe diese auszuschalten. Über die Kanalisation verschafft man sich zutritt und hat es zunächst mit Monsterratten zutun, bevor man auf Turban- und Kopftuchbekleidete Araber stößt, die es allesamt zu liquidieren gilt. Die Level sind langweilig und das Spiel setzt nur auf Brutalität, vergisst jedoch den Spielspaß. Mir hat es jedenfalls keinen gemacht. |
| Nitemare 3d | |
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Ebenfalls in Wolfensteinähnlicher Grafik geht man in einer verfluchten Villa auf Monsterjagd. In der Hauptsache steht man Zombies gegenüber. Kleine Puzzles sorgen für Abwechslung. |
| Corridor 7 | |
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Auf Raumstationen ging man auf Monsterjagd. Transparentes Glas und ein Motion Tracker, sowie Gegner, die sich aus scheinbar harmlosen Gegenständen morphen konnten, sorgten für Abwechslung, ebenso wie verschiedene Sichthilfen, Infrarot und Restlichtverstärker. Spielerisch bot Corridor 7 jedoch keine Glanzlichter, wenn auch solide Unterhaltung. |
| The Hidden Below | |
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Als Privatdetektiv entdeckt man unter einer alten Fabrik zahlreiche Monster und ist fortan mit deren Beseitigung beschäftigt. Waffen und die sichtbare Hand sind digitalisiert. Auch zahlreichen Texturen sieht man an, dass sie "echten" Ursprungs sind und nicht gezeichnet. Meiner Meinung nach sieht es jedoch deutlich schlechter aus, als bei Doom. Es gibt schrägen und Treppen. Laufbänder und zahlreiche (wenn auch nicht eben anspruchsvolle) Puzzles. Die Grafik ist pixlig und langsam und wenn auch das aussehen der Level ein wenig an System Shock erinnerte, vermochte Hidden Below weder an Doom noch an System Shock heranzureichen. |
| Depth Dwellers | |
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Im Sharewaremodus vertriebenes Ballerspiel. Man ist ein Befreiungskämpfer und soll in den Minen sowohl die Sklaven befreien, als auch geheime Pläne finden. Die schwache Grafik erhielt Reiz durch die Ankündigung eines 3d-Modus, der über eine mitgelieferte Brille für echte 3d-Sorgen sollte. In der Praxis (hatte aber immer mit diesen Brillen mühe) war das Resultat wenig beeindruckend. Auch der Stereogrammmodus (da sah ich wie auch immer garnix) rettete auch nichts. In einigen Bereichen experimentierfreudiges Game, ohne das es sich durchzusetzen vermochte. |
| SYSTEM SHOCK | |
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Im Herbst 94 kam System Shock nach Deutschland. System Shock setzte auf Flexibilität. Sowohl als Beinahe-Shooter mit etwas träger Steuerung, als auch als Action-Adventure zu spielen, bot es alle Möglichkeiten (Bei Spielbeginn einstellbar). Gegenüber Doom wurde wesentlich mehr Text und Story geboten, dafür musste man einiges an Einarbeitungszeit in kauf nehmen. Die Steuerung war vielseitiger, aber auch komplizierter. Man konnte nun nach oben und unten schauen, sich ducken und springen, nach links und rechts lehnen. Das Spiel fand nicht einmal annährend so viel Zuspruch, wie das einfacher gestrickte Doom. Die Masse wollte Action und bei System Shock gab es viel mehr. Selbst Ultima Underworld hatte nicht einmal annähernd eine so realistische Umgebung zaubern können. Es gab ein gutes dutzend Waffen und noch mehr Möglichkeiten der Upgrades. Man konnte Lampen, Sprungstiefel, Skaters und vieles mehr finden und bei ihnen auch immer neue Versionen. Es gab ein gutes Dutzend verschiedener Drogen, die für kurze Zeit gewisse Fähigkeiten verbesserten, jedoch auch Nebenwirkungen besaßen. Nahm man etwas, um besser sehen zu können, hatte das später zur Folge, dass man für eine Zeit Sehfehler hatte. Man schlüpft in die Figur eines Hackers, der nach einer Kyro-Tiefschlafphase erwacht und der einzige Überlebende an Bord der Raumstation Citadel zu sein scheint. Man erhält einen Funkspruch von der Erde und erfährt mehr über das Geschehen. Immer wieder wird man diese Funksprüche während des Spieles erhalten. Die Handlung wird fortgeführt und die Sprüche enthalten teils essentielle Informationen. Der Computer Shodan hat die Station mit Hilfe einiger machtgieriger Schergen übernommen und strebt eine Ausdehnung seines Reiches an. Man kämpft sich gegen eine Vielzahl umprogrammierter Dienst-/ und Wachroboter und Mutanten durch die großen und Abwechslungsreichen Level. Zahlreiche Puzzles sind zu lösen und man erhält immer weitere Upgrades und Waffen und Daten-Discs, die die Geschichte weiterführen. Stück für Stück setzt sich das Puzzle zusammen. Die Story hält einige Wendungen parat, so erfährt man von anderen Überlebenden, die sich verschanzt haben und muß immer wieder auf Shodans neue Ideen reagieren. Auch muß man in das Cyberspace abtauchen (das zwar faszinierend abstrakt aber nicht unbedingt genial gelungen ist). System Shock war über Jahre hinweg mein Lieblingsspiel. Ich habe die CD-Version (die erst 1995 erschien) 4 und die Disketten-Version 2 mal durchgespielt. Die CD-Version ist durch ihre Sprachausgabe (die deutsche ist akzeptabel aber die englische für damalige Verhältnisse genial) und die höheren Auflösungen selbst heute noch Spielbar (und für Fans ein absoluter Genuß). Ein Meilenstein, dem es durch seine komplizierte Konzeption nicht vergönnt war ein wirklich großes Publikum anzusprechen, doch für Gamedesigner auch in der Zukunft des Jahres 2000 noch wegweisend ist (Warren Spector sei dank) |
